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Ping of the Day: Kein Monitoring oder zu viel Monitoring: Was ist schlimmer?

Monitoring ist ein zentraler Bestandteil moderner IT-Infrastrukturen. Netzwerke, Server, Anwendungen und Cloud-Dienste liefern permanent Messwerte, Logs und Statusmeldungen. Doch genau hier entsteht ein Problem, das viele IT-Teams kennen:
Entweder es wird gar nicht überwacht – oder alles.

Beides ist kritisch. Die entscheidende Frage lautet daher nicht ob man überwacht, sondern wie sinnvoll Monitoring umgesetzt wird.

Kein Monitoring: Blindflug im Netzwerkbetrieb

Ohne Monitoring fehlt jede belastbare Grundlage für den Betrieb einer IT-Infrastruktur. Typische Folgen sind:

  • Störungen werden erst bemerkt, wenn Nutzer sie melden

  • Ursachenanalyse erfolgt reaktiv statt datenbasiert

  • SLAs können nicht objektiv bewertet werden

  • Performance-Engpässe bleiben lange unentdeckt

Gerade in Netzwerken mit mehreren Standorten, Firewalls, Switches, WLAN-Controllern und Cloud-Anbindungen ist fehlendes Monitoring gleichzusetzen mit Blindflug.
Ohne Metriken zu Latenz, Paketverlust, Durchsatz oder Auslastung ist keine fundierte Entscheidung möglich.

Zu viel Monitoring: Wenn Alarmrauschen entsteht

Das andere Extrem ist ebenso problematisch: zu viele Alarme ohne Relevanz.
In vielen Umgebungen werden sämtliche Grenzwerte überwacht – unabhängig davon, ob sie einen echten Service-Impact haben.

Typische Symptome von Überwachung ohne Priorisierung:

  • Hunderte Warnmeldungen pro Tag

  • Alerts für kurzzeitige Peaks ohne Auswirkung

  • Keine klare Eskalationslogik

  • Alarmmüdigkeit im IT-Team

Wenn alles permanent „kritisch“ ist, wird am Ende nichts mehr ernst genommen.
Monitoring verliert seinen Zweck und wird zur reinen Geräuschkulisse.

Weniger Alarme, mehr Entscheidungen

Der Zweck von Monitoring ist nicht, möglichst viele Daten zu sammeln, sondern Entscheidungen zu ermöglichen.
Gutes Netzwerk-Monitoring hilft dabei:

  • Störungen frühzeitig zu erkennen

  • Ursachen schneller einzugrenzen

  • Betriebskosten zu senken

  • Ausfälle messbar zu reduzieren

Oder anders gesagt:
Monitoring soll den Betrieb vereinfachen – nicht verkomplizieren.

Fazit: Balance ist entscheidend

Kein Monitoring ist riskant.
Zu viel Monitoring ist ineffektiv.

Die richtige Balance liegt in relevanten Messwerten, klaren Schwellen und einem Service-orientierten Ansatz.
Nur so wird Monitoring zu dem, was es sein sollte:
ein Werkzeug für Stabilität, Transparenz und verlässlichen IT-Betrieb.